Das Welsch-Surname-DNA-Project, beschäftigt sich mit der Frage, ob und wenn ja, wie die einzelnen Welsche im Hessischen Gebiet zusammenhängen und wo deren Ursprung liegt.
Begonnen hat alles mit dem Forscherdrang meines Großvaters Karl Welsch. Leider konnte ich mich zu seinen Lebzeiten noch nicht derart für dieses Thema begeistern, wie es heute der Fall ist. Erst Jahre nach seinem Tod habe ich im Jahr 2015 seine Forschungsunterlagen durchsucht und ins digitale Zeitalter übertragen.
In meiner Familie war die Behauptung verbreitet, dass die Welsche von den Hugenotten abstammen. Ich wollte wissen, ob es stimmte und die Ursprünge unseres Familiennamens wirklich außerhalb Deutschlands zu finden sind.
Recht schnell konnte ich seine Ergebnisse mit Informationen aus Onlinedatenbanken, wie GEDBAS ergänzen. So wuchs der Baum der Welsch aus Eibelshausen in die Vergangenheit. Nach mehreren Hürden durch Fehlinformationen und der etwas beschwerlichen Suche nach Originalquellen in Kirchenbüchern und anderen historischen Dokumenten, konnte ich 2019 endlich die einzelnen Welsch Stämme in Wallenfels, Eisemroth, Übernthal, Herbornseelbach und Eibelshausen auf eine Person zurückführen. Es ließ sich ein Stammbaum erstellen, der sich ausschließlich mit der Verbreitung der Nachkommen des Stammvaters Adam Welsch befasst.
Darin war bis jetzt aber leider kein anderer Ursprungsort außerhalb von Hessen zu finden. Da aber die Geschichte hier nicht enden konnte, habe ich mit meiner Suche nach anderen Welsch in der Umgebung begonnen. Recht schnell konnte ich einen weiteren großen Welsch-Stamm ausfindig machen, der seinen Ursprung scheinbar in (Nieder)Eisenhausen hat.
Die Entfernung von dort nach Eisemroth beträgt gerad einmal 17 km. Einzelne Welsch haben in den letzten Jahrhunderten schon größere Strecken zurückgelegt, weshalb es durchaus möglich ist, dass sich diese beiden Stämme einen gemeinsamen Stammvater teilen, der in einer Zeit lebte, aus der es heute aber keine Aufzeichnungen mehr gibt.
Eine Verbindung ist alleine schon deshalb naheliegend, weil Welsch kein Allerweltsname ist. Hier gilt es nun die neueren Forschungsmethoden anzuwenden und zwar die DNA-Analyse.